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Presse: Demag Cranes - Übernahme wird zu teuer 18.10.2010
aktiencheck.de
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Eine zeitnahe Übernahme des Kranherstellers Demag Cranes AG (ISIN DE000DCAG010 / WKN DCAG01) wird einem Medienbericht zufolge angesichts des erneuten Kursanstiegs der Aktie immer weniger wahrscheinlich.
"Zurzeit ist es nicht realistisch, dass es zu einer Transaktion kommt", hieß es laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in Finanzkreisen. Der stark gestiegene Kurs schrecke den US-Baumaschinenkonzern TEREX Corp. (ISIN US8807791038 / WKN 884072) und den finnischen Konkurrenten Konecranes Oyj (ISIN FI0009005870 / WKN 899827) ab. Die Demag-Aktie wird derzeit mit einem Aufschlag von über 50 Prozent gehandelt, verglichen mit dem Kurs von Anfang September. Auch gemessen am Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate, nach dem sich ein Übernahmeangebot richten müsste, beträgt der Aufschlag beim aktuellen Kurs von knapp 39 Euro bereits deutlich mehr als 30 Prozent. Die übliche Prämie, die ein Bieter bei vergleichbaren Übernahmen zahlt, liegt in Deutschland nur bei 25 bis 30 Prozent.
Der Demag-Vorstand hatte klargestellt, dass der Kranhersteller mit gut 1 Mrd. Euro Umsatz und 6.000 Beschäftigten eigenständig bleiben soll. Demag-Cranes-Chef Aloysius Rauen und Finanzchef Rainer Beaujean werben auf einer Roadshow um die Unterstützung der Investoren für ihre Strategie. Demnach will der Vorstand in den kommenden Jahren vor allem in Schwellenländern zulegen und Chancen für Zukäufe nutzen. Aus Sicht von Brancheninsidern hatte der Vorstand in den vergangenen Monaten aber attraktive Zukaufsgelegenheiten verstreichen lassen. Dazu zähle etwa der japanische Kranhersteller Kito mit rund 230 Mio. Euro Umsatz. Kito vertreibt Kräne von Demag in Japan unter eigenem Namen und ist auch in China gut positioniert.
Über kurz oder lang könnte Demag Cranes dem Bericht zufolge jedoch ins Visier eines weiteren Kaufinteressenten rücken. Die finnische Cargotec mit 2,6 Mrd. Euro Umsatz steckt zwar zurzeit noch mitten in einer Restrukturierung. Wenn diese abgeschlossen ist, trauen Brancheninsider Unternehmenschef Mikael Mäkinen durchaus zu, dass er mit Rückendeckung der Großaktionäre einen größeren Coup wagt. "Selbst wenn Demag Cranes den jetzigen Angriff abwehrt - über kurz oder lang droht das Risiko, dass noch ein weiterer Interessent hinzukommt", hieß es laut dem Bericht.
Die Aktie von Demag Cranes notiert aktuell mit einem Minus von 5,60 Prozent bei 36,78 Euro. (18.10.2010/ac/n/d)
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